Essstörungen – dabei denken viele wahrscheinlich zuerst an sehr junge Frauen und Mädchen.
Aber was ist eigentlich mit uns Frauen in der Lebensmitte?
Darüber spreche ich in dieser Folge mit Martina Davidson. Martina ist Make-up Artist, Skincare Trainerin und Content Creator und arbeitet seit über 20 Jahren in der Beauty-Welt. Ein Thema, das ihr besonders am Herzen liegt: Frauen dabei zu bestärken, selbstbewusst älter zu werden – ohne ständig einem vermeintlichen Ideal hinterherzulaufen.
Und Martina kennt das Thema Essstörungen auch aus ihrer ganz persönlichen Geschichte.
Ich finde: Wir müssen darüber sprechen.
Denn gerade in den Wechseljahren verändert sich noch einmal einiges. Unser Körper verändert sich, unsere Körperzusammensetzung verändert sich und vielleicht passt plötzlich die Hose nicht mehr so wie früher.
Gleichzeitig sehen wir auf Instagram & Co. perfekte Körper, perfekte Ernährungspläne und perfekte Trainingsroutinen.
Und schnell kommt der Gedanke: Ich müsste dünner sein. Disziplinierter. Konsequenter.
Aber wann wird aus dem Wunsch, gesund und fit zu sein, eigentlich Druck? Wann nimmt das Thema Essen zu viel Raum ein? Und wann wird Sport nicht mehr gemacht, weil er uns guttut, sondern um Kalorien „abzuarbeiten“?
Genau darüber sprechen Martina und ich.
Über Körperbilder und Diätkultur, über Kalorientracking und Clean Eating, über alte Muster, die in den Wechseljahren plötzlich wieder auftauchen können – und darüber, warum dünn eben nicht automatisch gesund bedeutet.
Natürlich sprechen wir auch über Sport.
Denn für mich geht es beim Training in der Lebensmitte nicht darum, Frauen möglichst dünn zu machen.
Ich möchte, dass wir stark sind. Muskeln haben. Unsere Knochen schützen. Ausdauer haben. Und uns in unserem Körper wohlfühlen.
Wir sprechen darüber, warum die Zahl auf der Waage alleine wenig aussagt, warum ich ein großer Fan von „Messen statt wiegen“ bin und weshalb Muskelmasse gerade in und nach den Wechseljahren so unglaublich wichtig wird.
Auch Ozempic & Co. kommen zur Sprache: Wann kann eine Gewichtsreduktion medizinisch sinnvoll sein – und warum ist der Wunsch nach den berühmten „fünf Kilo weniger“ etwas ganz anderes?
Ein Gedanke aus unserem Gespräch ist bei mir besonders hängen geblieben:
Warum wollen wir Frauen uns eigentlich immer kleiner machen?
Vielleicht sollten wir uns viel öfter fragen:
Wie möchte ich mich in meinem Körper fühlen?
Und nicht immer nur:
Wie wenig möchte ich wiegen?
Martina erzählt in dieser Folge sehr offen über ihre eigene Geschichte mit Essstörungen. Und auch darüber, dass alte Muster in herausfordernden Lebensphasen manchmal wieder „anklopfen“ können.
Eine ihrer Botschaften finde ich besonders schön:
Es ist nie zu spät, Frieden mit dem eigenen Körper und mit dem Essen zu schließen.
Genau deshalb ist mir eines wichtig:
Wenn sich Deine Gedanken ständig um Essen, Kalorien, Gewicht und Sport drehen, Du nach dem Essen Schuldgefühle hast oder Sport immer mehr zur Kompensation wird, dann hol Dir bitte Unterstützung.
Du findest hier auch Kontaktadressen:
Hilfe bei Essstörungen in Österreich, in Deutschland, in der Schweiz
Du musst nicht einem bestimmten Bild entsprechen, damit Dein Leidensdruck ernst genommen werden darf.
Eine sehr persönliche Folge über Körperbilder, Sport, Dünnsein und Älterwerden – und darüber, warum wir Frauen uns nicht immer kleiner machen müssen.
Ich wünsche Dir ganz viel Freude beim Zuhören. 💗
Weiterführende Links:
Mehr zu Martina Davidson: Homepage | Instagram
Frühere Episode mit Martina zum Thema Sichtbarkeit Frauen 45 plus






