Gerade versinken Teile von Österreich und Süddeutschland im Schnee. Der Winter hat uns richtig im Griff.

Gerade wenn Schnee am Boden liegt, ist es besonders schön, im Wald zu laufen.

Die Schneeschicht macht den Wald noch ruhiger und friedlicher.

Ein Traillauf bei winterlichen Bedingungen ist einfach wunderbar.

Viele meiner Kunden, die in schneereichen Gebieten wohnen, fragen mich:

„Kann ich im Schnee laufen? Und was soll ich beachten?“

Genau daher habe ich aktuell ein paar Tipps rund ums Laufen im Schnee zusammengefasst.

 

Tempo und Atmung

Gerade bei Kälte gilt: Nimm das Tempo raus.

Besonders beim Traillaufen, wenn Du eventuell auch einige Höhenmeter zurücklegst, atmest Du tiefer und schneller.

Versuche wirklich locker und langsam zu laufen.

Wenn Du das Gefühl hast, dass Dich die Steigungen auf Untergrund mit Schnee zu sehr anstrengen: dann gehe einfach bergauf.

Ich bin bei einem unserer letzten Läufe bei jedem Laufschritt so tief eingesunken, dass ich weite Teile des Aufstiegs gegangen bin.

Ein Lauf im Gelände sollte immer ein Genusslauf sein – vergiss das bitte nicht.

 

Was ziehe ich an?

Wenn es Dich beim Weglaufen leicht fröstelt:

dann bist Du richtig angezogen.

Bitte ziehe Dir auch jetzt nicht ZU VIEL an.

Beim Laufen im Gelände wird Dir warm genug.

Wichtig: Gerade wenn es schneit, sollte die oberste Schicht eine dünne Jacke gegen Wind und Nässe sein.

Achte darauf, dass Du von der Unter- bis zur Oberwäsche Funktionskleidung trägst.

Eine dünne Schicht kommt über die nächste.

Du kannst über Deine lange Laufhose noch eine kurze Hose drüber ziehen – so bleibt der Bereich rund um den Po (der kühlt sehr gerne aus) warm.

Laufmützen schützen Dich gegen Wind und Kälte.

Handschuhe sind gerade bei Beginn Deiner Laufrunde unerlässlich.

Wenn Dir wärmer wird, dann kannst Du sie in die Tasche stecken. Alternativ zu Handschuhen gibt es Funktionsshirts, die schon integrierte Handstulpen haben.

Nachdem ich selbst meist sehr warme Hände habe, reichen mir diese meist.

Im Winter empfehle ich Dir hohe und wärmere Socken oder Stutzen und keine kurzen Socken zu tragen.

Der Bereich rund um die Achillessehne reagiert auf Kälte oft empfindlich.

Der Körper braucht auch vom Boden aufwärts Wärme.

 

Dein Schuhwerk ist jetzt besonders wichtig

Wenn Du Dich im Winter jenseits der geräumten Straßen befindest, wirst Du mit Deinem „normalen“ Laufschuh eventuell an Deine Grenzen kommen.

Der Schuh lässt Wasser durch und Deine Füße werden nass – gerade wenn Du eine längere Laufstrecke planst, ist das recht unangenehm.

 Fürs winterliche Laufen im Gelände: Trailschuhe – die Beiden schwarzen im Bild sind aus Goretex

Ich habe mir vor einigen Monaten für die Wintermonate Goretex Schuhe mit „Trailschuhprofil“ gekauft.

Diese Schuhe halten Deine Füße bei Regen und Schnee wirklich trocken.

Ich laufe sehr gerne über Wiesen – nasse Füße waren da immer vorprogrammiert.

Auch bei Schnee halten Dich Goretex Schuhe wirklich trocken.

Wenn Du so wie ich gerne im Gelände läufst, dann empfehle ich Dir Goretex Schuhe mit einem Trailschuhprofil.

Ich bin nun schon einige Läufe damit im Gelände gelaufen und war begeistert.

Der Schuh hat sowohl auf Schnee als auch auf Eis und Wurzeln sehr gut gehalten.

Zusätzlich ziehe ich bei Läufen im Schnee statt Socken sehr gerne Stutzen an.

Diese helfen mir dabei, dass auch meine Achillessehne warm und geschützt bleibt.

 

Gamaschen

 

Viele meiner erfahrenen Lauffreunde verwenden bei Läufen durch den Schnee Gamaschen.

Diese stellen sicher, dass der Schnee nicht über den Knöchel in den Socken kommt.

In Kombination mit GORETEX Schuhen bleibst Du so ganz sicher trocken.

                                                                    Gamaschen- eine praktische Möglichkeit um zu verhindern das Nässe in den Socken dringt.

 

Spikes

Der Schnee kommt gerne in Gesellschaft mit dem Eis. Laufen auf dem Eis ist nicht gerade angenehm, da Du Dich in permanenter Rutschgefahr befindest. Ich selbst bin ein ziemlicher Hasenfuss beim Bergab laufen.

Dies ist sicher meinem Astigmatismus (Hornhautverkrümmung des Auges) geschuldet. Sobald es bergab geht, verkrampft sich meine Muskulatur daher etwas – ich laufe nicht mehr ganz so locker. Meine Freundin Gudrun hat beim Winter-Trail erstmals Spikes getestet und war sehr zufrieden.

Diese schnallst du ganz einfach und schnell auf Deine Trailschuhe.

 

 

 

 

 

 

 

 

Spikes- schnell aufgeschnallt- sind sie eine tolle Hilfe auf eisigem Untergrund

 

Mittelfusslauf und Kniehub sind gefragt

 

Zu guter Letzt vielleicht noch ein Tipp zum Laufstil.

Gerade bei rutschigerem Untergrund empfiehlt es sich einmal mehr am Mittelfuss zu laufen.

Du kannst also die Schneestrecke gleich zur Verbesserung Deiner Lauftechnik verwenden.

 

Wenn Du eher zum Fersenlauf neigst, dann läufst Du in Gefahr nach hinten zu fallen.

Je weiter vorne Dein Gewicht ist- umso sicherer im Falle eines Sturzes.

Es ist wesentlich einfacher, sich über die Hände abzufangen und abzustützen.

Wenn Du nach hinten fällst, läufst Du immer in Gefahr, Dir Dein Steißbein zu prellen oder auf den Hinterkopf zu fallen.

 

                                                                    Laufen im Schnee ist auch gleich ein super Möglichkeit um an Deinem Laufstil zu arbeiten

 

Im Gelände gilt im Winter einmal mehr: ein guter Kniehub schützt Dich vor dem Stürzen.

Äste und Wurzeln sind bei Schnee noch schwerer zu erkennen, und stellen daher eine erhöhte Sturzgefahr dar.

 

Und jetzt bleibt mir eigentlich nur mehr, Dir ganz viel Spaß zu wünschen. Ab in den Wald mit Dir.