Der Winter naht in Riesenschritten und viele von uns möchten nun vielleicht ganz gerne auf den Sport im Freien verzichten. Es ist kalt, oft nebelig unleidlich und Du hast vielleicht auch Angst, Dich zu verkühlen. 


Zugegeben: der Winter gehört auch nicht so ganz zu meiner Lieblingsjahreszeit, aber als absoluter Outdoor-Freak bleibt auch mir keine Wahl - ich habe gelernt, mich mit den Gegebenheiten in unseren Breiten, sprich Nebel und Kälte, irgendwie abzufinden. Und sogar Spaß daran zu haben, im Winter im Freien zu sporteln.


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Gerade dieses Jahr haben viele Menschen ihre Liebe für Outdoor-Sport entdeckt - die Frage die sich nun im Winter stellt:


Was ziehe ich nun an um mich nicht zu verkühlen ? 

Seitdem ich wirklich das ganze Jahr über bei jedem Wetter draußen bin, habe ich a) kaum mehr eine Verkühlung und b) ist meine Winterdepression (fast) verflogen.

Ein wesentlicher Punkt, um beim Outdoor-Training im Winter gesund zu bleiben, ist die richtige Bekleidung.

Hier findest Du meine 5 erprobten Tipps, wie Du ohne Erkältungen draußen sporteln kannst:

1. Gute Schuhe - warme Socken 

Wenn die Kälte und Feuchtigkeit von den Füßen „aufsteigt“, dann ist das so richtig unangenehm. Du spürst richtig, wie die Erkältung sich dann heranpirscht. Gerade wir Frauen sind außerdem meist extrem anfällig für Blasenentzündungen, ich selbst kann eine ganze Operette davon singen.

Seitdem ich aber für meine herbstlichen Outdoor-Aktivitäten ( Walking, Bootcamp und TRX Training) Goretex Schuhe anziehe, geht es mir wirklich viel besser damit. Die Füße bleiben angenehm warm, gesetzt den Fall, dass Du auch wirklich gute SOCKEN anhast. Und dies führt uns auch schon zum nächsten Punkt.

Strümpfe - nicht sehr sexy, aber warm! Ja, ich weiß es ganz genau, was Du jetzt sagen willst. "Die Sneaker Socken machen einen schlanken Fuß und sehen chic aus." Da gebe ich Dir zu 100% recht. Leider halten sie nicht wirklich warm - und wie wir schon von Oma gelernt haben: warme Füße sind wichtig!

Ein „normaler“ Socken ist meist nur ein Kompromiss - und wie es eben Kompromisse so an sich haben: es geht besser. Daher mein Rat an Dich: ziehe Dir beim Outdoor-Sport im Winter entweder Kompressionsstrümpfe für Läufer an (diese gibt es in vielen Farben und sehen wirklich gut aus) oder aber kaufe Dir die guten, alten Stutzen (das ist die österreichische Variante der Kniestrümpfe?) in der sportlichen Variante. Fürs Laufen ist dies nicht unbedingt notwendig, wenn du allerdings gerne im Freien turnst - dann lege ich dir Kniestrümpfe wirklich ans Herz.


2. Haube und Handschuhe aus Funktionskleidung

Die meiste Wärme verlieren wir Menschen über den Kopf. Zusätzlich schwitzen viele Personen  sehr stark an diesem Körperteil (kenne ich). Eine herkömmliche Wollhaube ist bei sportlichen Aktivitäten ungeeignet.

Manche Sporthauben sind außen aus Wolle- innen allerdings mit einem Funktionsmaterial ausgekleidet.

Ideal ist an kalten Tagen auch ein Schlauchschal - den du dir bei wirklich eisigen Wind über Mund und Nase ziehen kannst (im Winter 2020 natürlich auch gleich als Mund Nasenschutz zu verwenden, wenn du schnell nach dem Sport in den Supermarkt hüpfst).

Sehr gerne verwende ich gerade beim Laufen und beim TRX Training eine dünne Haube aus Funktionsmaterial. Wenn du lange Haare hast und gerne einen Zopf trägst, dann ist eine Haube mit "Zopfloch" wirklich sehr zu empfehlen.

Auch bei den Handschuhen gilt: bitte keine aus Wolle, sondern auch hier zu Funktionshandschuhen greifen.

Gerade beim TRX oder beim Nordic Walken kann es schnell kalt an den Händen werden. Beim Laufen verwende ich persönlich nur sehr selten Handschuhe, da mir in den Fingern sehr schnell zu warm wird. Aber auch hier gilt: jeder Mensch ist unterschiedlich - besser einmal mehr die Laufhandschuhe eingepackt als frieren. Mein Alternative: Sportbekleidung mit Daumenlöchern – so bleiben die Hände länger warm.


3. Die Überhose oder das Röckchen

 Wenn Du die Bilder hier von mir siehst, dann wirst Du Dir denken: sieht ein bisschen aus wie eine Maroni Verkäuferin, oder? Ein Vorteil des älter werdens ist aus meiner Sicht: ich denke nicht mehr so viel darüber nach, was andere sagen. Mir geht es darum, dass ich mich beim Sport wohl fühle und vor allem die Region der Nieren und des Unterleibs warm bleiben. Wenn Du auch so denkst: Gratulation!

Ich kann Dir eine Überhose (am besten knielang) oder einen Rock aus Funktionsbekleidung für wirklich kühle Tage empfehlen. Den Rock trage ich nicht beim Laufen (er ist wirklich sehr warm), allerdings sehr gerne beim TRX oder auch bei flotteren Spaziergängen (ein Zipp an der Seite verhilft Dir zu Beinfreiheit).

Die Überhose ist eine ganz einfache, günstige Freizeitsporthose, die ich auch beim Laufen trage (ich mag es nämlich gar nicht, wenn mein Po auskühlt). Vor einigen Jahren habe ich in einem Sportfachhandel den grauen Nierenschutz entdeckt, den Du wie einen Schlauch einfach überziehen kannst.

4. Der Zwiebellook - ein bisschen mühsam, aber wirkungsvoll 

Kommen wir abschließend noch zur Oberbekleidung - hier hat sich der sogenannte Zwiebellook bewährt.

Du ziehst Dir verschiedene dünne Schichten von Funktionsbekleidung übereinander an.

Ein Funktionsshirt als unterste Schicht ist atmungsaktiv und lässt Wasserdampf von innen nach außen durch. Viele dieser Shirts sind aus Merinowolle oder Polyester. Du kannst ein ärmelloses Laufshirt aus den Sommermonaten als unterste Schicht verwenden oder aber ein spezielles Sport-Unterhemd.  


Sehr oft verwende ich beim Outdoortraining auch meine Ski-Unterwäsche. (einzig beim Laufen ist mir die Unterhose etwas zu warm). Darüber ziehst du dir dann noch ein längeres Laufshirt an (es gibt auch welche mit Roll- oder Stehkragen). Sehr gerne trage ich als "Zwischenschicht" ein Gilet- dieses wärmt im Brust und Rückenbereich ganz ideal.

Eine Laufjacke ist bei mir dann die oberste Bekleidungsschicht. Wenn ich mit meinen Kundinnen zum Beispiel am TRX trainiere oder Zirkeltraining mache, dann trage ich zu Beginn meist noch eine Jacke. Schritt für Schritt lege ich dann meine Schichten ab - am Ende des Trainings (beim Cool down)  ziehe ich sie wieder an.

(Bitte die Haube die ganze Zeit hindurch auflassen). Verwende reine Baumwolle bitte nur als äußerste Schicht, denn sie wärmt nicht und bleibt lange nass.

5. Zieh Dich nicht zu warm an!

Vielleicht noch ein aus meiner Sicht ganz wichtiges Detail am Schluss: Zieh Dich bitte beim Sporteln im Winter nicht ZU warm an. Gerade wenn Du Laufen gehst oder Outdoor ein Zirkeltraining absolvierst, wird Dir sehr schnell warm.

Wichtig ist, dass Du nach dem Sport wirklich UNVERZÜGLICH die Sportbekleidung ausziehst (ja wirklich alles), Wechselbekleidung anziehst oder sofort  unter die Dusche springst. Ein Laufrucksack hilft dir, ein Wechselshirt oder eine Jacke für die Anfahrt zu verstauen.
Ganz wichtig: auch im Winter bitte ausreichend trinken!

Und nun viel Spaß beim Outdoor Sport im Winter! ☺️