Unser Knie hat im Sport eine große Bedeutung und Knieprobleme machen sicher eine der häufigsten Fragestellungen im Bereich des Freizeitsports aus.

Man sagt: "Das Fuß- und Hüftgelenk sind das Schicksal des Knies".
Auf der einen Seite sind wir auf die dreidimensionale Bewegung des Hüftgelenkes angewiesen und auf der anderen Seite auf unsere Füße. Wenn es aber entweder mit der Hüfte oder den Füßen oder sogar in beiden Bereichen Probleme gibt, wirkt sich dies auch negativ auf das Knie aus.

Wenn Freizeitsportler zu schnell zu viel laufen ( also ihre Laufumfänge zu schnell steigern), kann es schnell zu einer Überbelastung kommen. Das Knie ist an sich zwar ein sehr stabiles Gelenk, steht aber auch ständig unter Über- oder Fehlbelastungen wie Achsenfehlstellungen ( X- oder O-Beine) , Fußgewölbeprobleme, leichte Fußdeformierungen oder Knick -Senk- Spreizfüße. Und das dann meist noch in Kombination mit einem schlechten Laufschuh. 
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Wie steht es um Deine Beinachse?

Damit möglichst keine Probleme auftreten, ist es unser Ziel, dass wir möglichst gerade Beinachsen bekommen und die Rotationsrichtungen vom Ober- und Unterschenkel richtig einhalten.

   Siehe dazu auch die Podcast-Episode 072 "Dein gesundes Knie - (Teil 1)"   

Um zu erkennen woran wir arbeiten können, eignet sich am besten ein Ganzkörperfoto der Vorder- und Rückseite deiner Beine und Füße. Ein Beinachsen- aber auch Fußtraining lässt sich einfach und effektiv in dein Training, aber auch in deinen Alltag einbauen.

Prävention ist das A und O für ein gesundes Knie

Mit einer guten Prävention können wir eine ganze Menge erreichen. Je früher man damit beginnt, umso weniger Probleme hat man im Alter. Die Prävention sollte in jedem Fall in Richtung Muskulaturaufbau - und hier vor allem in den Bereich des Core-Trainings gehen.

Der Fokus sollte dabei auf die hintere Oberschenkelmuskulatur und die Rumpf-, Becken- und Hüftmuskulatur gelegt werden.

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Auch das richtige Schuhwerk sollte ein Teil der Prävention sein. Der typische Fehler des Laufanfängers sind die Laufschuhe.
Ebenso ist natürlich auch das Dehnen sehr wichtig. Weniger als es früher empfohlen wurde VOR dem Sport (hier wärmt man aktiv auf), sondern besser nach dem Laufen. Sehr empfehlenswert sind auch Dehneinheiten an den Tagen, an denen du nicht sportelst.

Was das Knie auch sehr belastet, ist das Körpergewicht. Wenn man seinem Knie etwas Gutes tun möchte, achtet man also auf sein Körpergewicht. Geht man zum Beispiel die Treppen hinunter oder einen Hügel bergab, landet im Härtefall das 6-fache des Körpergewichts auf dem Knie.

Der Meniskus als Stoßdämpfer für das Kniegelenk

Verletzungen wie ein Meniskusriss können mit einer guten Prävention vermieden werden. Denn in ca. 70 % der Fälle geschieht ein Meniskusriss durch eine Achsenfehlstellung. Ist das Knie tatsächlich durch einen Meniskusriss geschädigt, steht oft die Frage einer OP im Raum. Doch ist diese wirklich immer notwendig?


Fragt man den Knie Spezialisten Prof. Dr. Christian Gäbler aus Wien, definitiv nicht. Denn der Meniskus ist ein wichtiger Stoßdämpfer im Kniegelenk und den sollte man versuchen zu erhalten. Empfohlen wird in erster Linie eine Magnet Resonanz Therapie.

Auch ist die Art der Beschädigung, also des Risses von Bedeutung. Wenn es ein horizontaler Riss ist, kann man ihn mit der nötigen Therapie wieder gesunden. Ist es allerdings ein lappenförmiger Riss, ruiniert dieser den Knorpel im Kniegelenk, der natürlich erhalten bleiben sollte.
Hier wäre eine OP mit einer Rehabilitation von ca. 6 Wochen unumgänglich, so dass alles gut verheilen und schon bald wieder mit sportlicher Aktivität gestartet werden kann.

Radfahren als Supersport für das Kniegelenk

Auch wenn das Radfahren unter Läufern oft nicht ganz so beliebt ist - so stellt es doch ein effektives Alternativtraining dar. Unser Knie liebt das Radfahren. Warum? Die Gelenke werden nicht so sehr belastet wie beim Laufen.

Funktioniert das Laufen also aufgrund von Verletzungen nicht mehr so wie gewünscht oder ist mit Schmerzen verbunden, ist Radfahren eine sehr gute Alternative. Selbst wenn du keine Kniebeschwerden hast - als leidenschaftliche Radlerin kann ich dir diesen Sport sehr ans Herz legen.

Also rauf auf's Rad, dein Knie wird es dir danken!