Vitamin Barfuß

Schuhe und Socken ausziehen und in der Früh barfuß über die nasse Wiese laufen oder mit nackten Füßen den warmen Sand berühren - barfuß gehen ist eine absolute Wohltat für deine Füße.

Ich plädiere immer dafür, dass man so oft wie möglich Schuhe und Socken ausziehen sollte, um den Zehen wieder ausreichend Platz und den durch die Schuhe oft "malträtierten" Füßen Erholung zu bieten.

Für meinen Ratgeber "Kleine Fußschule" habe ich Dr. Andreas LIchtenwörther zum Thema Barfuß gehen interviewt. Er ist Sportler, Physiotherapeut, Podotherapeut und Sportphysiotherapeut und hat mir viele Fragen rund um das Thema beantwortet.


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Warum ist barfuß gehen so wichtig? 

Das Barfuß gehen ist wichtig, um die Fußmuskulatur zu beanspruchen, aber auch um unseren Fuß wieder zu spüren. Unterschiedliche Untergründe (Steine, Moos, Asphalt) dürfen "gespürt" werden und man kann sich reindenken, was dieses Gehen auf unterschiedlichen Untergründen mit dem Fuß macht - wo rolle ich ab Welche Punkte am Fuß spüre ich? 

Sollten wir viel barfuß gehen? 

Prinzipiell kann man sagen, dass man im Alltag soviel wie möglich barfuß gehen sollte. So lernt der Fuß, wieder alle seine Muskeln zu verwenden. Es gilt allerdings auch hier das Prinzip der langsamen Steigerung der Dosis. 

Eine Muskulatur die viele Jahre inaktiv gewesen ist, ermüdet sonst zu schnell. Das Barfuß laufen sollte also langsam aufgebaut und erlernt werden. Speziell bei übergewichtigen Personen ist es wichtig, den Fuß langsam an die Belastung zu gewöhnen, da relativ viel Druck auf die Knochen, Sehnen und Bänder wirkt.


Evolutionstechnisch kommen wir vom Fersenlaufen - das Vorfußlaufen müssen wir erst lernen. Eine gute Möglichkeit wäre es z.B., beim Laufen einmal die Schuhe auszuziehen und fünf bis zehn Minuten barfuß zu laufen. Danach kann man wieder mit Schuhen weiterlaufen. Trainingstechnisch ist das Barfuß laufen als Input als sehr sinnvoll zu erachten.

Was gilt es bei Barfußschuhen zu beachten? 

Beim neuen Trend der Barfußschuhe sollten unbedingt einige Punkte beachtet werden!
Der Fuß muss in Barfußschuhen wesentlich mehr "arbeiten", da die Dämpfungseigenschaften des herkömmlichen Schuhs wegfallen.

Barfußschuhe haben nur eine Sohle und dies ist für den Fuß ein recht hartes Aufkommen. Wenn eine Person bereits eine diagnostizierte Fußfehlstellungen hat (z.B. einen Senk-, Platt- oder Spreizfuß), dann besteht hier die Gefahr, dass sich diese Fehlstellungen verstärken.

Berichtet wird über Knieschmerzen, Schmerzen an den Waden sowie am Schienbein. Die Beinachsen sind schwieriger zu halten und wenn die Wadenmuskulatur zu schwach ist, werden die Strukturen des passiven Bewegungsapparates in Mitleidenschaft gezogen.

Auch das Gewicht des Barfußschuhträgers spielt eine entscheidende Rolle. Prinzipiell gilt für das Laufen mit Barfußschuhen, dass man über eine mehrjährige Lauferfahrung sowie einen sauberen Laufstil verfügen sollte.

Egal ob man mit den Barfußschuhen läuft oder geht: es gilt die Lauf- oder Gehumfänge langsam zu steigern und die Muskulatur an diesen neuen Reiz zu gewöhnen. Bei zu schneller Steigerung der Tragezeit kann es ansonsten zu Knie- oder Hüftschmerzen sowie zu Beschwerden an der Lendenwirbelsäule kommen.

PS: Mehr über meine Fußtrainings sowie mein neues Buch findest du hier: 


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