Der 15. März ist Tag der Rückengesundheit. Hast Du das gewusst?

Ich nicht – und das obwohl ich mich seit vielen Jahren sehr intensiv mit diesem Thema beschäftige.

Dank einer lieben Freundin und Kollegin wurde ich auf also auf den Tag der Rückengesundheit aufmerksam gemacht.

Ich werde ihn zum Anlass nehmen, um in Zukunft vermehrten Focus in meinen Artikel darauf zu legen.

Wenn Du immer wieder Kreuzschmerzen hast, dann bist Du hier richtig.

Falls nicht, dann auch. 

Du fragst Dich warum? 

Rückenschmerzen haben in den letzten Jahren stark zugenommen, im Laufe ihres Lebens leiden zwischen 80-90% aller Deutschen und Österreicher mindestens 1mal an Rückenschmerzen. Du siehst also, Vorbeugen kann nicht schaden.

Schonung ist meist der falsche Weg

Noch immer verordnen einige Ärzte Schonung bei Kreuzschmerzen.

Mittlerweile wissen wir, Schonung ist sicher der falsche Weg. Unsere Wirbelsäule muss bewegt werden – Studien zeigen, dass die Beschwerden bei Schonung eher zunehmen.

Auf die richtige Bewegung kommt es an

Nachdem ich leider selbst Mitglied im Club der Rückenschmerzpatientin bin, weiß ich WIE belastend Rückenschmerzen sind.

Seit vielen Jahren tat mir der Bereich der Lendenwirbelsäule immer wieder weh. Meist zwickte es in der Früh beim Aufstehen.

Nachdem ich früher beruflich und auch privat sehr viel verreist bin, und viele Stunden auf Schuhen mit hohen Absätzen spazierte, schob ich die Beschwerden meist auf eine schlechte Matratze (oder die Schuhe).

Als Ausdauersportlerin (damals war es vor allem Radfahren und Laufen) machte ich natürlich genug Bewegung. Nur leider nicht die, welche ich zusätzlich dringend benötigt hätte.

Ich  tat viel zu wenig für meine Rumpfmuskulatur. Mach es bitte nich wie ich.- fange rechtzeitig an, Deine Rumpfmuskulatur zu kräftigen UND zu dehnen.

                   

 

Aus Schaden wird Frau klug 

Eines Tages wurden meine Schmerzen immer unerträglicher; nach einem 15 Kilometer Lauf konnte ich mich kaum mehr bewegen.

Als ausgebildete sportwissenschaftliche Beraterin konnte ich die Schmerzsymptomatik gut zuordnen.

Mir war sofort klar: das ist ein Bandscheibenvorfall. Das ist schlimm.

Leider kam es noch schlimmer.

Der Neurochirurg meines Vertrauens diagnostizierte ein Knochenmarködem im Bereich der unteren Lendenwirbelsäule. In diesem Fall ist tatsächlich Schonung angesagt; da das Ödem ansonsten nicht abschwellen kann.

Mir wurden acht Wochen Sportverbot aufgebrummt. Für mich als bewegungsaffinen Menschen war dies wie ein Schlag ins Gesicht.

Dank einer exzellenten Physiotherapeutin und aufgrund meiner beruflichen Ausbildung durfte ich allerdings schon sehr rasch wieder mit  kleinen Bewegungseinheiten starten. Nur nicht mit jener, welche ich gewohnt war. Laufen, Brustschwimmen und auch Rad fahren waren tabu. 

Rückenschwimmen, Nordic Walken mit kurzen Stöcken  waren erlaubt. Ausgewählte Übungen aus dem Pilates halfen mit , die Muskulatur zu stärken aber auch zu dehnen.

Langsam habe ich begonnen, meine Rumpfmuskulatur besser aufzubauen, und meine Brustmuskulatur zu dehnen.

Meine Rückenbeschwerden resultieren aus einer Fehlhaltung. Derer gibt es unterschiedliche.

Bei Personen mit Flachrücken (dazu gehöre ich) sind alle natürlichen Krümmungen der Wirbelsäule zu schwach ausgeprägt. In meinem Fall fehlt schlichtweg die Federung, und daher sind meine Bandscheiben im Bereich der Lendenwirbelsäule ganz besonders gefährdet.

Mit dem richtigen Bewegungsansatz sind die Beschwerden wirklich gut in den Griff zu bekommen, und ich bin seit langer Zeit nahezu schmerzfrei.

Rückenfreundliches Verhalten fängt schon beim Aufstehen an

Schon beim Aufstehen kannst Du Dir und Deiner Wirbelsäule etwas Gutes tun. Fange noch im Bett an Dich zu strecken und zu recken ( wann immer Du dafür Zeit hast)  und dann rolle Dich über die Seite aus dem Bett. 

In diesem Video zeige ich Dir wie Du a) Rückenfreundlich aus dem Bett steigst und b) Rückenfreundlich am Schreibtisch sitzt und c) dein Lendenwirbelsäule entspannst ( Deine Bandscheiben werden Dir diese Übung sehr danken)

https://vimeo.com/158970667

 Auf die richtige Mischung kommt es an

Wenn Du Deinem Rücken  langfristig etwas Gutes tun willst, dann lasse Dir von einem Physiotherapeuten oder einem guten Trainer, der auf Rückengesundheit spezialisiert ist, Übungen zeigen, die genau auf Deine Beschwerden oder Deine Fehlhaltung abgestimmt sind.

Ich habe meine eigene Schmerzgeschichte vor einigen Jahren zum Anlass genommen, meine Ausbildungen noch mehr in den Fokus der gesunden Wirbelsäule zu stellen. Bei allen Übungen, die ich für meine Kundinnen zusammenstelle, steht immer die gesunde Wirbelsäule im Vordergrund. Durch Tests, Haltungs- und Ganganalysen erkenne ich meist sehr schnell wo der Schuh drückt.

Wichtig ist hier aber immer die Zusammenarbeit mit Arzt und /oder Physiotherapeuten.

Ein Mix aus kräftigenden Übungen für die Rumpfmuskulatur sowie Dehnübungen bringt sehr guten Erfolge. Wichtig ist auch hier: Dranbleiben

Gerade Ausdauersportlerinnen vernachlässigen oft ihre Rumpfmuskulatur.– mit nur einigen wenigen Übungen bist Du wieder fit und noch leistungsfähiger in Deiner Lieblingssportart.

Auf meiner Facebookgruppe poste ich jeden Mittwoch eine passende Übung zum Nachmachen.

Ich freue mich über Deine Kommentare und Anregungen