Gerade eine Woche ist es her. Wir sind von einer wunderschönen, sonnigen und sehr sportlichen Urlaubsreise auf den Kanaren (Fuerteventura) nach Hause gekommen.

Noch immer zehre ich von den sonnigen Tagen (noch ist auch etwas Bräune im Gesicht) – vom Spaß mit unseren Freunden und von wunderschönen Lauferlebnissen.

Und genau ein Lauf – der letzte dieser Woche ist mir ganz besonders in Erinnerung geblieben.  

                  Was schenkt man einem Sportler zum Geburtstag?

Manfred ist eigentlich Radfahrer (und ein sehr begnadeter noch dazu). Er läuft allerdings auch (und das ziemlich schnell).

Was lag also näher, als an seinem Geburtstag (und dem letzten Urlaubstag von einem Teil unserer Laufgruppe) gemeinsam einen Morgenlauf zu planen. Aufbruch sollte noch in der Dämmerung sein ( 7 Uhr 15) – Ziel war ein Leuchtturm.

Der Lauf beinhaltet einige Höhenmeter (ca. 300) und beträgt in Summe 15 Kilometer.

Gesagt. Geplant.

Manfred hat übrigens auch noch ein anderes Geschenk bekommen.

 

                  Wenn die Sturmböen um die Insel wehen  

Was wir zu diesem Zeitpunkt nicht wussten:

Die Windstille der letzten Woche hat sich extrem ins Gegenteil gewandelt.

Schon beim Verlassen des Hotelzimmers sind wir fast weggeweht worden.

Müde haben wir uns in der Lobby getroffen (bei Wind schläft man auch nicht so gut).

Kühl war es als wir gestartet sind (die meisten Läufer trugen kurze Hosen und T – Shirts).

Der Wind hat uns um die Ohren geweht.

Zum Teil habe ich nicht einmal mehr richtig Luft bekommen (stell dir vor, ICH habe NICHT GESPROCHEN!!!).

Wir sind in der Gruppe ganz eng beisammen gelaufen, um uns gegenseitig vor dem Wind zu schützen (danke Mike und Günther). Ganz ehrlich!

 Hier gibt es ein Video dazu 🙂 IMG_5184

Ich habe mich die ersten Kilometer ständig gefragt, WARUM ich mir das am letzen Urlaubstag antue. Nüchtern (ich hatte gerade mal ein Keks gegessen), bergauf, mit starken Gegenwind.

Ich liebe Laufen und ich liebe Bergauflaufen, aber: wenn Du beim Bergauflaufen fast verweht wirst, dann sieht die Sache schon anders aus.

 

                             Und immer wieder geht die Sonne auf  

Der Ausblick beim Leuchtturm war dann (im wahrsten Sinne des Wortes) atemberaubend.

Die Sonne ist über dem Meer aufgegangen.

Der Sandsturm hat unsere nackten Arme und Beine attackiert. 

Wir sind wieder (mit Antrieb quasi) zurückgelaufen.

Der Ausflug war anstrengend, aber wunderschön.  

 

                         Ich wollte ja eigentlich umdrehen…

 

Als wir dann alle gemütlich beim Frühstück gesessen sind… da ist fast jeder Einzelne mit der Wahrheit herausgerückt.  „Die ersten Kilometer wollte ich ja eigentlich umdrehen.. aber: wir waren ja dann doch als Gruppe unterwegs“. 

Der Schweinehund lässt sich in der Gruppe einfach wesentlich besser besiegen.

Alleine hätten die meisten von uns (gilt für mich in jedem Fall auch) bei diesem starken Wind sicher umgedreht.

Die Gruppe trägt dich zu schönen Erfolgen, wunderbaren Zielen und dem Gefühl, deine Komfortzone verlassen zu haben.

 

          Ich hab es geschafft 

Eine liebe Kundin von mir, welche ich gerade für den Halbmarathon in Wien vorbereite, kann ähnliches berichten.

Ich habe in ihren Trainingsplan geschrieben, dass sie den Vollmondlauf bei Runtasia in der mittel-schnellen Gruppe laufen soll.

Mir war klar, dass sie lieber  in die langsamere  Gruppe gehen würde 😉

Ich wußte aber auch, dass eine Gruppe Elvira sehr motivieren wird, und sie das Tempo durchhalten kann und wird.

Und: meine Kunden/innen vertrauen mir.😀

Was soll ich Dir sagen?   

Elvira hat über das ganze Gesicht gestrahlt. Sie hat eine Stunde mit der mittel-schnellen Gruppe super mithalten können und ist beim nächsten Vollmondlauf wieder dabei.

Sie kann so richtig stolz auf sich sein (und ich bin es auch).

 

Ich bin gespannt.- Kennst Du das auch? Ich freue mich über Deine Kommentare