Sand soweit das Auge reicht, eine hügelige Landschaft mit Sanddünen.

Strahlend blauer Himmel und der schäumende Atlantik. Frühsommerliche Temperaturen, kurze Hose und ein Shirt ohne Ärmel. An den Füßen: Laufschuhe. Die erste Märzwoche habe ich auf einem Laufcamp auf Fuerteventura verbracht – und ganz egal, ob Du gerne läufst, oder aber Dich so gar nicht mit dem Laufsport anfreunden kannst – hier kommen meine 5 Laufweisheiten, die Du auf alle Lebensbereiche ummünzen kannst.

1.Zusammen  ist man weniger alleine

Foto: Walter Kraus, Runtasia

Per definitionem sind zwei Personen ja bereits eine Gruppe.

In einer solchen fällt die Überwindung und die Motivation, Dinge zu tun, die etwas außerhalb der persönlichen Komfortzone liegen, einfach leichter. Obwohl ich mich selten dazu „zwingen“ muss, Sport zu machen – so gebe ich doch gerne zu, dass ich sehr gerne die etwas anstrengenden Einheiten „schwänzen“ würde.

Ja, auch sportbegeisterte Menschen haben einen Schweinehund, den es zu überwinden gilt J.

Langsame Trainingsläufe, die mehr als 10 Kilometer betragen, finde ich schrecklich fad, und daher streiche ich sie meist gerne (was sich dann eher negativ auf meine Wettkampfleistung auswirkt). In einer Laufgruppe hingegen lässt sich ein langer Lauf deutlich einfacher und feiner für mich absolvieren – die Gruppe motiviert mich durchzuhalten und weiterzulaufen. Es ist einfach beruhigend zu wissen, dass es den Anderen meist genau so geht wie Dir J. So habe ich es in der Laufwoche doch recht gut geschafft, jeden Tag mindestens 15 Kilometer zu laufen.

Genauso verhält es sich bei mir mit dem Intervalltraining – gemeinsam ist das „Leid“ einfach leichter zu ertragen, wir motivieren uns gegenseitig, und ja, so kannst Du tatsächlich einiges mehr als erwartet aus Dir herausholen.

Egal ob im Sport oder im Beruf, suche Dir einen oder mehrere Buddies, mit denen Du Dich austauschen kannst, und die Dir helfen, daran zu bleiben.

2. Erfolg kommt nicht über Nacht

Ich kenne niemanden, der ohne ernsthaftem Training einen flotten Marathon oder Halbmarathon absolvieren kann. Bestzeiten werden nun einmal nur durch beharrliches Dranbleiben erlaufen. Nur diejenigen, die wirklich oft einen Hügel oder Berg rauflaufen, werden am Ende des Tages bei Bergintervallen am schnellsten sein. Wer viele lange Trainingsläufe im langsamen Pulsbereich absolviert hat und seine Intervalltrainings durchgeführt hat – der wird mit einer persönlichen Bestzeit beim Halbmarathon oder Marathon belohnt werden. Wann immer ich das Gefühl habe, in meinem Business noch nicht dort zu stehen, wo ich hinmöchte, denke ich an mein Lauftraining. Ja, und dann fällt mir ein – ich habe eine Trainingseinheit wohl noch nicht intensiv genug absolviert. Erfolg ist sozusagen ein Ausdauersport – nur mit ausreichendem Training wirst Du erfolgreich werden.

 

Foto: Walter Kraus, Runtasia

 

3. Der Weg ist das Ziel 

Auf unserer Laufwoche galt es viele Sandhügel zu bezwingen. Und ganz ehrlich, wenn Du losläufst und es so richtig warm ist, dann denkst Du Dir nur „wie soll ich das schaffen?“

Das Laufen im Sand ist sehr anstrengend – Du hast das Gefühl, drei Schritte nach vorne und zwei zurück zu machen.

Weißt Du, was ich dann mache?

Ich portioniere mir die Strecke bis zum Gipfel im Kopf in mehrere kleine Teilstücke. Das funktioniert richtig gut. Wenn der erste Hügel erreicht ist, wirst Du ja meist mit einem Abwärtslauf „belohnt“ – die nächste Steigung teilst Du Dir dann einfach wieder in kleinere Portionen auf. 

Foto: Walter Kraus, Runtasia

 

4. Eine gute Haltung macht dich schneller 

 Ja, hier ist sie wieder: die CORE POWER – die Kraft Deiner Körpermitte, oder auch ganz simpel: die Rumpfstabilität. Für jede Sportart wichtig, denn: wenn Dein Rumpf instabil ist, verlierst Du nicht nur wertvolle Zeit im Wettkampf, sondern Du belastest auch Deine Wirbelsäule stark. Rückenschmerzen sind dann meist die Folge davon.

Eine gute Körperhaltung vermittelt aber auch Stabilität und Selbstsicherheit. Ein federnder, aufrechter Gang symbolisiert Dynamik – hängende Schultern sehen traurig, müde und kraftlos aus. Und genau DAS wollen wir ja nicht – weder im Sport noch im Berufsleben. Oder?

Schon einige wenige Übungen am Tag (wie zum Beispiel der Unterarmstütz) helfen Dir dabei, eine bessere Rumpfstabilität zu entwickeln. Das Training mit dem TRX (Schlingenseil) ist wohl die effektivste Art, Deine CORE POWER nachhaltig zu stärken.

Und wenn Du Fragen dazu hast, dann melde Dich bitte bei mir!

Mein Mann hat durch gezieltes CORE POWER Training seine Halbmarathonzeit extrem verbessert, mehr kannst Du hier nachlesen. 

 

5. Regeneration bringt´s

Ganz egal welche Sportart Du betreibst – gleichgültig, ob Du ÜBERHAUPT Sport machst (was ich nicht hoffe J) – die Zeit für Deine Regeneration ist ganz besonders WICHTIG.

Bitte nimm Dir diese Zeit – für Deinen Körper, aber auch für Deinen Geist.

Auf Fuerteventura hatte ich die Möglichkeit, direkt nach dem Nachmittagslauf eine Yogaeinheit speziell für Läufer zu besuchen. Ich kann Dir gar nicht beschreiben, WIE gut mir diese tägliche Dosis Ruhe und Stretching getan hat. Den Fokus auf die Atmung und die langsame Dehnung der Muskulatur zu lenken ist unfassbar wohltuend.

Obwohl wir im Laufcamp hohe Laufumfänge absolviert haben (und dies für meine Muskulatur eher ungewohnt war), hatte ich faktisch keinen Muskelkater oder sonstige Beschwerden.

Zusätzlich haben mein Mann und ich unsere Faszien am Abend auch noch mit der Faszienrolle bearbeitet – nicht gerade angenehm, aber: es wirkt! Dem Körper Zeit für die Erholung zu schenken, ist fast genau so wichtig, wie die Sporteinheit oder Belastung selbst.

 

 

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